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AktuellesBiolandwirtschaft als CO₂-Kompensation29.1.2015 Mit einer Schecküberreichung an IBLA, Bio-Lëtzebuerg und die Landwirtschaftliche Sektion am Goetheanum hat die Luxemburger OIKOPOLIS-Gruppe Ausgleichszahlungen für den Energieverbrauch geleistet, den ihre Betriebe im Berichtsjahr 2013 verursacht haben. Die Höhe der freiwilligen Kompensationszahlungen bemaß sich an der Gesamtmenge der durch die Unternehmenstätigkeit bedingten Treibhausgas-Ausstöße. Diese werden mit einer eigens entwickelten Software erfasst, die in enger Zusammenarbeit mit dem öffentlichen Forschungsinstitut Henri Tudor entwickelt wurde. So können die Bio-Bauere-Genossenschaft Lëtzebuerg (BIOG), die Bio-Einzelhandelsgeschäfte von NATURATA Luxembourg, der Bio-Großhändler BIOGROS und andere zur Munsbacher OIKOPOLIS-Gruppe gehörende Betriebe lückenlos ab dem Jahr 2008 dokumentieren und analysieren, wie gut ihre Maßnahmen zur Ressourcenschonung bereits greifen, und wo noch Optimierungsbedarf besteht. Schadstoffausgleich direkt vor der HaustürWeil einige Zählerstände erst im zweiten Halbjahr abgelesen werden, standen die gesamten Verbrauchsdaten der OIKOPOLIS-Betriebe erst Ende 2014 fest. Insgesamt belief sich der Energieverbrauch der Gruppe 2013 auf 1.169 Tonnen CO₂-Äquivalent. Für die Ausgleichszahlungen wurde, wie schon im letzten Jahr, ein Wert von 20 Euro je Tonne Treibhausgas angenommen. Zwar ist es unmöglich, umweltrelevante „Nebenwirkungen“ von Schadstoff-Einträgen in die Atmosphäre zu bemessen, aber mit dem Kompensationsfaktor 20 setzen BIOG, NATURATA & Co einen hohen Standard. Im internationalen Durchschnitt ist die „Wiedergutmachung“ des Ausstoßes von einer Tonne Kohlendioxid nämlich nur noch 5 Euro wert. Und noch etwas macht die OIKOPOLIS-Gruppe ganz bewusst anders als internationale Großkonzerne: sie setzt auf CO₂-Kompensation vor der eigenen Haustür – genau dort, wo auch die Schadstoffemissionen stattfinden. „Nur so ist ein echter Ausgleich in der Umgebungsqualität möglich“, betont Änder Schanck. Biolandwirtschaft verbessert UmgebungsqualitätDer OIKOPOLIS-Vorstandsvorsitzende nennt ein ganzes Bündel von Positiveffekten, mit denen Biolandwirtschaft die Umgebungsqualität verbessert. Humusanreicherung im Boden, Grundwasserreinigung und Erhalt der Artenvielfalt sind nur einige davon. Die Spenden entfallen zu gleichen Teilen auf zwei gemeinnützige Vereine vor Ort, die der Luxemburger Biolandwirtschaft durch Forschung und Beratung bzw. Prüfung und Zertifizierung wertvolle Entwicklungsimpulse geben, und an eine international anerkannte Forschungs- und Beratungseinrichtung für biologisch-dynamische Landwirtschaft. Der anteilige Spendenbetrag für letztere – die Landwirtschaftliche Sektion an der Freien Hochschule für Geisteswissenschaft in Dornach (Schweiz) – wurde überwiesen. Die beiden Luxemburger ASBLs – das Institut fir Biologësch Landwirtschaft an Agrarkultur Luxemburg (IBLA) und die Vereenegung fir Bio-Landwirtschaft Lëtzbuerg (Bio-Lëtzebuerg) erhielten jeweils 7.793 Euro im Rahmen einer symbolischen Schecküberreichung, die kürzlich im OIKOPOLIS-Zentrum Munsbach stattfand.
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